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oh my.

egozentrisch. neurotisch. liebenswert. breitgefächerter musikgeschmack. hat ein meerschwein. mag sarah kuttner. ist riesig im verhältnis zu anderen vertretern der weiblichen gattung. trägt schuhe auch mal länger als ein jahr. sammelt cds, dvds und bücher in überdimensionalen ausmaßen.
Alejandro González Iñárritu: Babel



France / USA / Mexico 2006

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You leave, I'll kill you. I'll kill you!

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Relativ spät, aber immerhin besser als nie, hab ich es doch noch geschafft mir "Babel" im Kino anzusehen. Da mir die beiden Vorgänger "Amores perros" und "21 Gramm" sehr gut gefallen haben, bin ich auch mit relativ hohen Erwartungen ins Kino gegangen. Der Film weist wieder drei verschiedene Handlungsstränge auf, einen in Marakko, einen in den USA bzw. Mexiko und einen in Japan. Alle drei sind miteinander verbunden, die des amerikanischen Paares und des mexikanischen Kindermädchens sehr offensichtlich, die Verbindung zum japanischen Geschäftsmann wird erst später aufgedeckt, lässt sich aber auch relativ früh im Film erahnen. Wie der Name schon andeutet, ist der Film an die Geschichte des Turmbau zu Babel angelehnt, ebenso wie diese zeigt der Film auf, was alles passieren kann, wenn die Menschen sich nicht mehr verständigen können, sei es einfach durch eine Sprachbarriere oder die Unfähigkeit mit anderen Menschen zu kommunizieren. Die Schauspieler agieren alle hervorragend, der Cast besteht teilweise aus bekannten Leuten (Cate Blanchett, Brad Pitt) und teilweise aus Laien, was aber nie negativ auffällt. Gut finde ich auch, dass der Film in verschiedenen Sprachen präsentiert wird, was zwar dazu führt, dass man fast durchgehend Untertitel verfolgen muss, die Sache des Films aber hervorragend unterstützt. Die Geschichten packen und berühren einen, mich hat besonders die Episode um das Kindermädchen emotional mitgenommen.

Allerdings habe ich auch Kritik anzubringen, da ich finde, dass sich der Handlungsstrang um das japanische Mädchen und ihren Vater eher holprig in den Gesamtkontext des Filmes einfügt, da er nur indirekt etwas mit den anderen beiden zutun hat. Irgendwie wirkt der Film auch etwas "angepasster" als "21 Gramm" und "Amores perros", da er doch recht straff erzählt wird und sich die verschiedenen Zeitebenen sofort zuordnen lassen, was bei den genannten Filmen nicht immer der Fall, diese aber meiner Meinung nach hat intensiver wirken lassen. Der Film bzw. das Ende fällt auch wesentlich weniger dramatisch aus, da hat mir die absolute Konsequenz der anderen beiden Werke des Regisseurs auch etwas besser gefallen, aber ich denke das ist Geschmackssache.

Ein weiterer hervorragender Film des mexikanischen Filmemachers, der brilliant insenziert wurde und den Zuschauer emotional packt, ich bin gespannt auf weitere Großtaten.
11.3.07 00:24
 


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